Zielgruppe

Männliche Kinder und Jugendliche vom 10. bis zum 21. Lebensjahr. Es handelt sich um junge Menschen, die durch besondere dissoziale Verhaltensweisen geprägt sind. In der Regel liegen mehrfach gebündelt auftretende Auffälligkeiten und Störungsbilder. Eine intensive, flexible und auf die individuellen Bedürfnisse des/der Einzelnen abgestimmte Unterstützung soll die Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen, sozial vertretbaren Lebensgestaltung hinführen.

Wir nehmen Kinder und Jugendliche auf, die

  • mit dem traditionell vorhandenen ambulanten und stationären Angebot nicht mehr zu erreichen sind
  • eine teilweise schwer gestörte Persönlichkeitsstruktur aufweisen mit massiven Verhaltensauffälligkeiten, psychischen und sozialen Entwicklungsstörungen, Gruppenunfähigkeit und Beziehungshemmungen
  • wenig Gemeinschaftsfähigkeit und stark abweichende Verhaltensauffälligkeiten zeigen
  • nicht in andere Hilfsangebote integrierbar sind
  • seelisch behindert sind und als Schulverweigerer definiert werden

Weitere Aufnahmekriterien sind

  • Anschluss an Verhaltens- und Suchttherapie
  • zeitliche Unterbringung/Krisenintervention SGB XI1 §§53, 54
  • Grenzfälle zwischen SGB VIII / SGB XI1, SGB VIII §§27, 34, 35, 35a, 41

Die Unterbringung in der Wohngruppe unterstützt den Beginn einer sozialen und emotionalen Stabilisierung. Sie hilft, Straftaten zu vermeiden, ermöglicht eine Schul- und Berufsausbildung sowie die Integration in das soziale Umfeld. Dabei geht es um

  • die Durchsetzung Grenzen setzender Standards
  • das Entwickeln sozialer Fähigkeiten Fertigkeiten und Verhaltensweisen
  • das Vermitteln lebenspraktischer Fähigkeiten und materieller Autonomie
  • das Gestalten eines verlässlichen und familienorientierten Angebotes
  • die Umsetzung klar strukturierter Tagesabläufe
  • die pädagogischen Begleitung während der Therapien
  • das Reduzieren von Umweltreizen

Pädagogisches Angebot

  • Familienstrukturiertes und kontinuierliches Beziehungsangebot
  • Bewegungsorientierte und milieutherapeutische Angebote
  • Intensive Begleitung der Schul- und Berufsausbildung
  • Setzen klar definierter Grenzen
  • Freiheitsbeschränkende Maßnahmen
  • Nachbetreuung im Anschluss an einen stationären Aufenthalt
  • Schaffen von Erfahrungsfeldern zum Einüben sozialer Wahrnehmung
  • Erlebnispädagogische Angebote, die Erfolgserlebnisse ermöglichen
  • Stabilisieren des Alltags

Therapeutisches Angebot

  • Netzwerkarbeit mit anderen Institutionen und therapeutischen Einrichtungen
  • Psychotherapeutische und heilpädagogische Leistungen
  • Werkstattangebote
  • Einzelbetreuung
  • Krisenintervention

Schulangebote der Stadt Magdeburg

Neben traditionellen Schulformen wie Haupt- und Realschule oder Gymnasium bietet die Stadt Magdeburg:

  • Schulische Alternativen wie ,,Bunte Werkstatt“
  • Förderschule für geistig behinderte Kinder und Jugendliche
  • Förderschule für Kinder und Jugendliche mit Lernbehinderungen
  • Förderschule mit Ausgleichsklassen
  • Berufsbildende Schulen
  • Besondere pädagogische Leistungen wie schulische Einzelförderung