Zielgruppe

Männliche Kinder und Jugendliche vom 13. bis zum 21. Lebensjahr. Es handelt sich um junge Menschen, die durch besondere dissoziale Verhaltensweisen geprägt sind. In der Regel liegen mehrfach gebündelt auftretende Auffälligkeiten und Störungsbilder vor. Eine intensive, flexible und auf die individuellen Bedürfnisse des Einzelnen abgestimmte Unterstützung soll die Jugendlichen zu einer eigenverantwortlichen, sozial vertretbaren Lebensgestaltung hinführen.

Wir nehmen Kinder und Jugendliche auf, die

  • mit dem traditionell vorhandenen ambulanten und stationären Angebot nicht mehr zu erreichen sind
  • eine teilweise schwer gestörte Persönlichkeitsstruktur aufweisen mit massiven Verhaltensauffälligkeiten, psychischen und sozialen Entwicklungsstörungen, Gruppenunfähigkeit und Beziehungshemmungen
  • wenig Gemeinschaftsfähigkeit und stark abweichende Verhaltensauffälligkeiten zeigen
  • nicht in andere Hilfsangebote integrierbar sind
  • seelisch behindert sind und als Schulverweigerer definiert werden

Weitere Aufnahmekriterien sind

  • Anschluss an Verhaltens- und Suchttherapie
  • zeitliche Unterbringung/Krisenintervention SGB XI1 §§53, 54
  • Grenzfälle zwischen SGB VIII / SGB XI1 JGG §§71/2, 72/4, SGB VIII §§27, 34, 35, 35a, 41

Unser Prinzip

Wir helfen jedem, der bereit ist, sich zu ändern. Egal, ob zum Lebenslauf Vorstrafen, Schulverweigerung, extremes Verhalten, Drogen, Alkohol oder Gewalt gehören.

Wir garantieren:

  • die Aufnahme auch solcher junger Menschen, die als „schwierige Fälle“ gelten – selbst dann, wenn andere Hilfen bisher nichts verändert haben
  • regelmäßigen Schulbesuch
  • den Beginn einer Ausbildung
  • regelmäßige Drogen- und Alkoholtests
  • die enge Zusammenarbeit mit Suchttherapeuten
  • Regeleinhaltung
  • Veränderung des Verhaltens

So arbeiten wir:

  • Setzen klar definierter Grenzen und Strukturierung des Alltagserlebens
  • Bewegungsorientierte und milieutherapeutische Angebote
  • Intensive Begleitung der Schul- und Berufsausbildung
  • Arbeit mit freiheitsbeschränkenden Maßnahmen
  • Intensivpädagogische Leistungen(erlebnispädagogische Settings, Einzelbetreuung, Krisenintervention, Fachleistungsstunden, Kleinstgruppenbeschulung)
  • Psychotherapeutische Leistungen (Gesprächs-,Verhaltens- und Familientherapie)
  • Werkstattangebote (Holz, Farbe, Metall), Arbeits und Belastungserprobungen
  • Antigewalttraining

Hinter dieser Arbeit steht ein männliches Erzieherteam mit langjähriger Berufserfahrung in der Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen (Betreuungsschlüssel 1:1,3). Unsere Mitarbeiter verfügen über:

  • gezielte Weiterbildung (Umgang mit suchtgefährdeten Jugendlichen, Antigewalt-Trainerausbildung u.ä.)
  • die Fähigkeit zur klaren Grenzsetzung mit unmittelbarer Konsequenz
  • langjährige Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Gerichten, Jugendgerichtshilfen
  • enge Kontakte zu Schulen und Bildungsträgern