Plätze: 10 Plätze in 2 Gruppen

Zielgruppe

  • Schulverweigerer
  • Kinder und Jugendliche mit Lern, Leistungs- und Schulschwierigkeiten

Unsere beiden lerntherapeutischen Gruppen bieten (genehmigt durch das Kultusministerium aufgrund §36, Abs. 2 Schulgesetz Sachsen-Anhalt) Kindern und Jugendlichen, die aus unterschiedlicher Kausalität heraus nicht am normalen, gesetzlich vorgeschriebenen Lernprozess der Regelschule teilnehmen eine außerschulische Lerntherapie auf der Basis der Einzel- und/oder Kleinstgruppenbeschulung an. Zielstellung ist die Reintegration in die Regelschule. Häufig sind die vorliegenden Gründe für die Notwendigkeit einer Reintegrationsmaßnahme über längere Zeit gewachsen und wir stehen vor der Aufgabe, sowohl Lernschwierigkeiten als auch Verhaltensbesonderheiten ins Blickfeld unserer Arbeit diagnostisch wie auch lerntherapeutisch einzubeziehen.

Vorgehen und Verlauf

  • Freistellung durch das Schulamt für einen befristeten Zeitraum (abhängig vom Lernerfolg) bis zur Reintegration in die Regelschule
  • Lerntherapeutischer Unterricht durch geeignete und erfahrene Lehrkräfte sowie therapeutische Begleitung durch HeilpädagogInnen, SozialpädagogInnen und ErgotherapeutInnen
  • Die lerntherapeutische Beschulung gliedert sich in drei Phasen: Eingewöhnungsphase, Aufbauphase und Reintegrationsphase. Ausgangspunkt ist jeweils der aktuelle und getestete Wissensstand.
  • Zensuren und formelle Leistungskontrollen entfallen in den ersten beiden Phasen. Das hilft, Konkurrenzdruck und Überforderung zu vermeiden. Die Zensurengebung in der dritten Phase ist motivationsorientiert.
  • Grundsätzlich finden keine Vergleiche der Leistungen einzelner SchülerInnen voreinander statt. Individualisierte Rückmeldung in Einzelgesprächen um Versagensängste abzubauen
  • Regelmäßige gemeinsame Planung und Auswertung des individuellen Unterrichtsverlaufs mit den jeweiligen Schülerinnen.
  • Im Verlauf der Reintegrationsphase beginnt die stundenweise Beschulung in der Regelschule, die entsprechend der Lern – und Entwicklungsfortschritte schrittweise gesteigert wird.
  • Entdecken und Nutzen von Ressourcen
  • Sensibler Aufbau der Lern- und Leistungsbereitschaft sowie Wecken der Freude daran
  • Würdigung und Verstärkung individueller Lernfortschritte
  • Entwickeln und Verknüpfen sozialer sowie leistungsbezogener Kompetenzen
  • Regelmäßige, enge Zusammenarbeit mit den Lehrern und Schulleitern der betreffenden Regelschulen
  • Elterngespräche und Elternbesuche begleiten die einzelnen Entwicklungsabschnitte