Zielgruppe

Hörgeschädigte/gehörlose Kinder und Jugendliche, die aufgrund psycho-sozialer Entwicklungs-, Verhaltens- sowie Beziehungsstörungen und dadurch bedingter Lernprobleme vorübergehend oder längerfristig nicht in ihren Herkunftsfamilien leben können.

Hörgeschädigte/gehörlose Kinder und Jugendliche, deren Familien es Schwierigkeiten bereitet, die Behinderung oder die Notwendigkeit spezifischer Förderung zu akzeptieren oder die überfordert sind.

Pädagogisches Angebot

  • Integration der Hörgeschädigten in den normalen Ablauf der familiennahen Wohngruppen mit gleichen Rechten und Pflichten
  • Training der Fähigkeit zur Selbstbehauptung und Einordnung, des Durchsetzungsvermögens sowie angemessenen Verhaltens. Ziel ist es, berechtigte Interessen Hörender akzeptieren zu können und selbst akzeptiert zu werden
  • Prävention von Verhaltensschwierigkeiten, Sprach- oder Lernbehinderungen und Problemen im Schriftspracherwerb
  • Nutzung bereitgestellter technischer Möglichkeiten, um die Gebärdensprache zu erlernen und zu trainieren
  • Einzelbetreuung entsprechend des Bedarfes
  • Korrektion, um behinderungsbedingte Fehlentwicklungen des Sozialverhaltens abzubauen
  • Intensive Zusammenarbeit mit dem Landesbildungszentrum für Hörgeschädigte, wo die Schulausbildung der Kinder und Jugendlichen erfolgt
  • Entstigmatisierung (Hörende lernen, mit Hörgeschädigten unbefangen, vorurteilsfrei und solidarisch zu leben. Hörgeschädigte lernen, ihre Behinderung anzunehmen und ihre Identität zu entwickeln)

Therapeutisches Angebot

  • Entspannungstherapie (Berührungstherapie, progressive Muskelrelaxation, Klangmassagen u. a.)
  • Gedächtnistraining
  • Pädagogisches Halten
  • Rollenspiele
  • psychomotorische Übungen
  • Snoezelen
  • Logopädische Betreuung und Behandlung
  • Werken mit verschiedenen Materialien
  • Psychologische Betreuung / Behandlung in Zusammenarbeit mit Fachkliniken Uchtspringe und Magdeburg (Fachabteilungen für Hörgeschädigte)
  • (- Supervision der MitarbeiterInnen)

Heilpädagogisches Angebot

  • Bilinguale Sprecherziehung (gebärden- und lautsprachlich)
  • Lautsprachenförderung
  • Anwendung der Gebärdensprache durch Erzieherinnen und Heilpädagogin
  • Erlernen, Üben und Verfestigen der Gebärdensprache mit Computerlernsoftware
  • Training des Hörsinns (falls noch in Teilen vorhanden), des Gesichts- und Tastsinnes
  • Kooperation mit Logopäden, Hörgeräteakustikern, HNO-Ärzten, Pädaudiologen, Psychologen und anderen Fachkräften, um den Mehrbedarf an Erziehungs-, Entwicklungs-, Gesundheits- und Lebenshilfe zu gewährleisten
  • Heilpädagogisches Reiten
  • Tierheimprojekt in Tierauffangstation